By Marcus on 14. Februar 2012 — 1 min read

Während wir uns im Taxi auf dem Rückweg über eine Mücke aufregen, sprengt sich ein iranischer Selbstmordattentäter eine Strasse neben unserem temporären Zuhause in die Luft; was irgendwie schief geht, weil er zwar seine Beine, aber nicht sein Leben verliert. Wäre er doch stattdessen mit uns ins MBK gekommen, einem blinkenden wahr gewordenen Shoppingalbtraum auf etlichen Etagen. Er hätte mit uns im International Foodcourt speisen können, mit einem Kaffee in der Hand nach einer albernen Plastikhülle für sein iPhone Ausschau halten können, er hätte gesehen, dass alle essen, alle kaufen, alle schlurfen, alle schlafen, alle gaffen. Und dann hätte er sich immer noch in die Luft sprengen können. Unter dem Bildnis des traurig dreinblickenden älteren Herrens weit oben über den Rolltreppen. Am Valentinstag. In die Luft. Den Saudi, der gefakte Gucci-Brillen anprobiert, den Deutschen, der nach Haarwuchsmittel fragt, das Mädchen, das für 40 Bath ihren Facebookaccount checkt und die Verkäuferin, die mutterseelenallein im klimatisierten Camelshop steht in dem eine gar nicht schlechte Britpopmixtur läuft die gerade bei Gene angekommen ist. I can’t take it, singt Martin Rossiter von dem mir mal jemand erzählt hat, dass er heutzutage in einer Schule für Körperbehinderte arbeiten würde. Keine Ahnung ob das stimmt. Laut Bangkok Post soll der Attentäter eine Bombe geworfen haben, die an einem Baum abprallte und auf ihn zurückfiel.

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