TTT

By Marcus on 19. Februar 2015 — 1 min read

Heute beim einminütigen Durchscrollen des Perlentauchers hängengeblieben: TTT. Die Trilogy Tapes laufen jetzt im linken Ohr während ich mich durch das flankierende PDF einer Ausstellung in Wien scrolle weil da der Name Jon Rafman auftaucht. The Future of Memory. Hier in diesem PDF knallt übrigens sehr wenig. Also sicher nur weil ich viel zu ungeduldig bin* Wie ein hyperaktives Screenkid von denen David Carr noch vor wenigen Tagen schrieb. Saß eben in der Bibliothek, durchsuchte die Pressedatenbank nach dem Begriffspaar Virtual und Reality und stieß auf einen Text und dann druckte ich ihn aus. Natürlich. In Farbe. Und nachher werde ich ihn lesen. Er beschrieb Kinder deren Eltern sie zwingen Carr zu besuchen, sie ringen sich zu einem kurzen Hallo durch und Entgleiten dann, mit der Apparatur in der Hand. Eines der besten Argumente für die Zukunft von VR. Lief neulich nachts durch eine Fußgängerzone und las den kilometerlangen Text über Jonathan Ive im New Yorker äh ich meine im Telefon. Und es war deutlich weniger kalt und einsam und gruselig im Schein der Apparatur. Zeit da endlich reinzuklettern, es sich gemütlich zu machen und – das ist ja das Allerbeste – herauszuschauen. Oder sich umzudrehen und voranzuschreiten.

*oder komisch reagiere wenn Texte so anfangen oder so übersetzt werden: „Vielleicht war es eine Unterhaltung, die man am besten auf Drogen führte, und tatsächlich habe ich sie in diesem Zustand geführt – interessanterweise mit meiner ehemaligen Mitbewohnerin C, einer eifrigen Futuristin.“