Screening

By Marcus on 5. Oktober 2014 — 1 min read

Ich tausche gerade ein paar Smartphone-Screens in einer Präsentation aus. Mir gefällt das Festhalten und Dokumentieren von User Interfaces, weil sie so flüchtig sind. Wer bewahrt schon Fotos von Handybenutzeroberflächen auf. Schade eigentlich. Werden uns aber mal genau so viel Erzählen wie alte Werbeplakate. Quellen. Für die Alltags-und Mentalitätsgeschichte. Heißt das noch so? Hieß zumindest so vor 15 Jahren, aber da gab es Internet auch nur in einem Betonraum ohne Fenster, man musste sich anstellen und warten bis ein Computer frei wird. Das Philosophikum.

Draußen ist ein leerer Parkplatz und wenn man den Kopf in der dunklen Kälte nach links dreht kann man in ein Studentenwohnheim oder so was reingucken. Kleine beleuchtete Quadrate mit diversen Stories. Gleicht diesen aufgeschnitten Querschnittshäusern in Kinderwimmelbüchern. Während ein Mädchen rechts im Dunklen an einem Schreibtisch sitzt, zieht sich ein Junge nebenan das T-Shirt aus und setzt Kopfhörer auf. Nehme an, dass sie sich gerade mit abgefahrenen Pseudonymen im Internet anregende Kurztexte zusenden.

IMG_4401 IMG_4402 IMG_4403

Leave a comment