By Marcus on 23. Februar 2013 — 1 min read

Pippin Barr kommt aus Neuseeland, hat einen Doktor in Computer Science, lehrt Video Game Design in Kopenhagen und sein Lieblingsspiel ist Police Quest – ein Sierra-Adventure von 1987. In genau diesem sehr tollen Sierrastil hat Barr in den vergangenen Jahren eine ganze Menge Spiele produziert die irgendwo im noch kaum besetzten Feld von Kunst, interaktivem Versuch und game-mechanischen Experiment verortet sind. Hier kann man Sisyphos, Alexis Sorbas oder einen Besucher des MoMAs in der Marina Abramovic Warteschlange spielen.

Neben seinen Spielen und seinem Blog, kann man sich auch ein kleines Büchlein von Barr kaufen. Es heißt “How to play a videogame” und ist eine angenehm geschriebene Einführung in die Thematik. Die kurzen, persönlich gehaltenen Kapitel umreissen jeweils einen Aspekt, z.B. Genre, Raum im Spiel, Avatar, Multiplayer, etc. Das kommt alles so sympathisch und einfach daher, dass man im Anschluss am liebsten sofort in Barrs Wohnzimmer gemeinsam loslegen möchte. Man würde dänisches Gebäck mitbringen und nach einigen Stunden digitalem Spiel frische Luft schnappen, vielleicht im botanischen Garten, der vor allem im Winter eine Wucht ist.

Sehr toll auch die Hinweise auf weitere Lektüre (natürlich Tom Bissell und Ian Bogost) und Spieltipps (Skate3!). Leseprobe: I was trying to get some hard-to-reach diamonds with my pickaxe when I tripped and fell down a deep black shaft. I fell for a long time and then landed safely in an underground river, which swept me into a beatiful room of obsidian, illuminated by the glow of lava. What did you you do today?

http://www.pippinbarr.com/

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