Perfect Woman

By Marcus on 6. April 2014 — 1 min read

Bereite gerade einen Talk für die Quo Vadis am Dienstag vor. Ein bisschen hochtrabend haben Linda und ich da mit Begriffen wie „New Serious Games Movement“ um uns geworfen. Erst mal laut auf den Topf schlagen, damit man den auch finden kann.

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Die Unterscheidung Old vs. New vs New New springt mich derzeit an ganz vielen Stellen an. Der Vorsatz New beispielsweise bei der New Aesthetic oder noch dreister bei der Begriffsneuschöpfung New Normal mit der sich die Next Conference 2014 am flüchtigen Puls der Zeit positionieren möchte bevor der einfach weiterschlägt. Ein Label. Hilfreich bis zum nächsten. Bei Normcore ist das New als brummender Grundton vernehmbar.

Toller Kunstgriff einem die neue Langweile in einer Post-Gaga-Phase als Neudrehung des Rades zu verkaufen. Hut ab. Im Talk am Dienstag soll es darum gehen, die von Clark C. Abt Ende der 1960er, Anfang der 1970er losgetretene Serious Games Debatte für beendet zu erklären. Um „Auferstanden aus Ruinen“ einen neuen Gamesbegriff zu lobpreisen der Dank beobachtbarer Entwicklungen der letzten Jahre so breit und schön und heterogen ist wie vielleicht noch nie.

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Dass dabei eine gewisse Trennschärfe im Gemenge von Simulationen, Serious Games der alten Schule, Aktivismusgames, Art Games, Personal Games und Versuchen jedweder Art verloren geht? Sei es drum. Der Versuch das Genre Newsgames in der einzigen Monographie zum Thema akademisch zu sezieren hat genau wozu noch mal geführt? Genau. Ein akademischer Looping ohne Außenwirkung. Begriffsdefinition als Hoheits- und Absichtserklärung funktioniert in akzelerierten Zeiten nur noch bedingt.

Beobachten, Aufgreifen, Anpassen und konstant Überprüfen. Das ist keine Handlungsanweisung für einen militärischen Eingriff, sondern bis auf Widerruf Grundzustand.

* Abbildungen aus Perfect Woman – eine von vielen tollen Arbeiten von Lea Schönfelder

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