Nutella

By Marcus on 25. August 2014 — 1 min read

Während sich halb Westeuropa und Amerika Eiskübel über den Kopf stülpen und ein türkischer Aid Worker sich in Gaza einen Kübel Staub über den Kopf kippt, posten jugendliche Jihad-Kämpfer und Sympathisanten Fotos mit Nutella-Gläsern. Wenig verwunderlich, dass (aus)gebildete junge Menschen egal wo inzwischen Smartphones haben und diese bedienen können. Wenig verwunderlich, dass sie König der Löwen geschaut haben und Robin Williams aus Jumanji kennen.

Aber bildsprachlich ein gewaltiger Shift. Sah man vor einigen Jahren noch junge Männer aus einem eigentlich postheroischen Umfeld (Münkler) mit Waffen (Gangsta-Rap) posieren, posieren jetzt Bewaffnete mit Nutella-Gläsern.

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Nimmt man dieses Bild aus Israel mit dazu, das ich bei Ulf Poschardt auf Facebook fand, was sagt das dann über das herbeigeschriebene postheroische Zeitalter aus? Es hat eh nur in einem kleinen geographischen Kokon und vermutlich nur auf absehbare Zeit funktioniert.

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Was anderes. Die Akteure. Eliot Higgins und Bellingcat decken Standorte von Terrorcamps mit Internet-Tools auf. Weil sie sorgfältig und ausdauernd schauen und puzzeln. Transnationale Akteure. Die immer weniger abwegig scheinende Frage: Wann gibt es das crowdgesourcte Drohnenprojekt, dass die Terrorcamps nicht nur identifiziert, sondern bombadiert? Rein technisch dürfte das langsam aber sicher kein Problem mehr sein. YODO.

Bildschirmfoto 2014-08-25 um 08.56.14An isis propaganda video.

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