By Marcus on 17. Juni 2012 — 1 min read

Nach dem geglückten Relaunch wieder mehr bei Foursquare. Die Explore-Funktion und den neuen Fokus auf Bilder zusammen mit dem polierten Interface finde ich gut. Ganz geschickt auch die smarte Instagram-Verbindung. Mache ich damit ein Foto, sucht Foursquare bei Bedarf den Ort und checkt ein.

Dieser komische Badgification-Aspekt tritt in den Hintergrund. Wichtiger wird das Empfehlungssystem und sehr gut funktioniert Foursquare auch als persönliches Reisetagebuch mit Archivfunktion. Wo war dieses eine Restaurant noch beim letzten Mal? Kurz mal nachgucken und dann den Weg zeigen lassen. Eine Woche Datentarif (1GB) kostet bei Vodafone in Istanbul rund 5 Euro, wenn man eine Simcard (rund 35 Euro, inkl. 25 Euro Telefonguthaben) kauft.

Noch nicht ganz klar ist mir jetzt die Veröffentlichungsstrategie oder besser -idee bei der Nutzung all dieser diversen Dienste. Ein Alles-Überall-Hin finde ich redundant und nervig. Das gegenüberliegende Schubladensystem hilft ebenfalls nicht weiter. Ein strikter Ordnungs- und Verwaltungswahn ist im Echtzeitzeitalter gar nicht mehr adequat. Hallo kontrollierter Kontrollverlust! Hallo Serendipität*!

*Weltweite Verbreitung, die der Begriff vor allem in wissenschaftlichen Kreisen erhielt, geht auf den amerikanischen Soziologen Robert K. Merton (1910–2003) zurück. Er findet sich erstmals 1945 in seinem Werk The Travels and Adventures of Serendipity.

Schön wäre aber trotzdem ein automatisches Zusammenklauben und Archivieren jedweder Äußerungen jetzt und rückwirkend, inkl. Myspace-Friedhof, Friendster und Twoday.

Jetzt könnte ich noch kurz was zu diesem viel zu langen Artikel von Harald Martenstein schreiben, genauer über das missverstandene Transparenz-Gebot. Aber dann würde dieser Eintrag hier genauso lang, der Akku würde nicht mitmachen und die Sonne untergehen. Wann anders. Ciao

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