Behind the Superhighway

By Marcus on 16. März 2016 — 2 mins read

Im Mai findet die Konferenz re:publica zum zehnten Mal statt. Ich halte da einen Vortrag über Post Internet Art und Art ohne Post und das Internet. Dazu läuft Cher.


Am 30. Dezember letzten Jahres habe ich einen Themenvorschlag auf der Seite der re:publica eingereicht. An dem Tag hatte ich einen fürchterlichen Cher-Ohrwurm und kurz vorher recht wahllos irgendwelche Magazine, inkl. meinem ersten Kursbuch, gekauft und beschlossen 2016 irgendwas mit Internet und Kunst zu machen. Jetzt habe ich noch 2,5 Monate, um einen astreinen Vortrag zum Thema vorzubereiten. Kurzer eingeschoben nachträglich – hier der Talk.

Die visuelle Idee steht schon. Wer zufällig die Videoprojektionen während des Teengirl Fantasy Konzerts in Berlin letztes Jahr im Sommer gesehen hat, weiß Bescheid. Glaube, das war Jacolby Satterwhite. Bin mir nicht sicher, finde ich aber noch raus. Ein Anfang. Schnappen und verhandeln würde ich jetzt so nicht mehr sagen. Klingt bescheuert. Und der Titel gerade reichlich gewollt. Egal. Hat funktioniert. Ich ändere den Text trotzdem mal.

                                                               ᒡ◯ᵔ◯ᒢ

Kurzthese:

How is the Internet Changing Art, fragen die Kuratoren der Ausstellung Electronic Superhighway (2016-1966) in der Londoner Whitechapel Gallery. Marcus Bösch dreht die Frage um: How is Art Changing the Internet? Was können wir von Leuten wie Leah Schrager, Cory Arcangel, Jon Rafman, James Bridle, Addie Wagenknecht und Adam Harvey lernen. Welche Strategien, Chancen und Wege zeigen sie uns für das Post-Internet Zeitalter auf? Ein Rundgang kreuz und quer durch den Themepark namens Contemporary Art.

Beschreibung:

2016 ist das Jahr der digitalen Kunst. In Zürich eröffnet mit dem Museum of Digital Art Europas erstes Museum das sich ausschließlich der digitalen Kunst widmet. In London fragen die Kuratoren der Whitechapel Gallery nach dem Einfluß des Internets auf die Kunst. Und in Berlin wird im Sommer die Biennale mit dem DIS-Kollektiv das erste Mal von Vertretern der Generation so genannter Post-Internet Artists geleitet.

Zeit, sich den Kunstbegriff zu schnappen, um mit ihm zurück und nach vorne zu blicken. Denn als Erkenntnismittel kommt die Kunst ein jedweder Wahrheit womöglich näher als rational geschärfte Methoden oder Diskurstheorien.

Statt im Kunstkosmos Handlungsoptionen zwischen Akzeleration und Ausstieg zu verhandeln, dreht Marcus Bösch die Frage How is the Internet Changing Art? einfach mal um: How is Art Changing the Internet? Was können wir von Leuten wie Leah Schrager, Cory Arcangel, Jon Rafman, James Bridle, Addie Wagenknecht und Adam Harvey lernen? Welche Strategien, Chancen und Wege zeigen sie uns für das Post-Internet Zeitalter auf? Keine Theorie, kein Lehrvortrag, sondern ein gemeinsamer Rundgang kreuz und quer durch den Themepark Contemporary Art. Dazu läuft ein Soundtrack von Cher. Do You Believe in Life After Love. Oder auch: Do You Believe in Life behind the Electronic Superhighway.

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