Interlude

By Marcus on 25. März 2017 — 2 mins read

Pauschale Vorhersagen, das Mixed Reality Spektrum, Luca Rizzotto. Immer noch Sketchfab und ein Phantasma.

Eben auf dem Spielplatz. Ich hab mir jetzt diese App da von der Süddeutschen mit dieser Pappbrille angeschaut und so geil ist das ja nicht. Sagt der andere Vater. Stimmt. Aber I didn’t get into VR for what exists now. I got into it because I could imagine the use cases for it in the future (*).

Bei Medium las ich einen Text von Lucas Rizzotto, der sich selbst award winning interaction and experience creator nennt, was auch immer, aber in den predictions for VR/MR las ich einiges was ich ähnlich sehe, vor allem die Rolle von Eye-Tracking, AI & CUI und vor allem Punkt 6: VR/MR will become a singular immersive medium.

Bound to become increasingly similar

Zerbrach ich mir noch vor einem guten halben Jahr den Kopf darüber, ob ich mich lieber VR oder AR zuwenden soll und vor noch längerer Zeit der Frage welcher Buchstabe vor dem R den irgendwann die größerer Rolle spielen werde, glaube ich jetzt ebenfalls: the technology and design approaches in VR/MR are bound to become increasingly similar until the point they become a singular medium — and you can see symptoms of this shift today…Future immersive experiences won’t live in separate mediums or under distinct labels, but rather on a spectrum. Und auch wenn man den unsäglichen Begriff immersive vielleicht so lange zur Seite legen sollte, bis man eine zielführende Definition nachgereicht hat (habe da Literatur zu gehortet), denke ich auch dass es zielführender ist über das Spektrum und nicht die Silos oder Schubladen nachzudenken.

 

Schön zu sehen, dass es jetzt mehr und mehr Designing for Virtual Reality Artikel gibt (How to Design the Best UI for Room-Scale VR, Designing Facebook for Mobile VR). Hier ein kleiner Randaspekt den ich bemerkenswert finde. Nach Skeuomorphismus, Flat Design oder Material Design, macht sich jetzt 3D wesentlich besser als 2D (Vgl. Avoid 2D assets when possible). Hier noch mal Sketchfab, Unity Asset Store, Additivism und Projekt Tango abchecken.

Hallo Hardware

Und natürlich kann man jetzt mit Benjamin kommen oder Kittler, denn die medientechnischen Veränderungen, sprich die „hardware“ bedingt und bestimmt kulturelle Veränderungen, also die „software“. Und um das Ganze noch weiterzuspinnen: „In einer dergestalt konstruierten Welt macht die Unterscheidung zwischen Natürlichkeit und Künstlichkeit, zwischen Wirklichkeit und Simulation, zwischen Singularität und Duplikat keinen Sinn mehr.“

Das Zitat bezieht sich auf den Film Blade Runner und stammt aus dem Einführungsband Visuelle Kulturen / Visual Culture. Pointe kommt erst jetzt: „Eine Analyse dieses Films im Sinne von Problemlagen visueller Kultur sollte jedoch nicht in die Falle tappen, dieses Gesellschaftsbild kurzerhand zu bestätigen und als gültig anzuerkennen. Sie hätte vielmehr zur Aufgabe, den Film als Ausbuchstabieren der medialen wie gesellschaftlichen Phantasmen zu deuten, die zu einem bestimmten historischen Zeitpunkt mit der Postmoderne und der Digitalisierung einhergingen. Das mediale Auge ist auch dann ein historisches, wenn es sich als diagnostisches Sinnbild der Zeit darstellt.“ Was wären dann also gegenwärtige beziehungsweise zukünftige Phantasmen?

* Who knows (who knows) If it’s real Or just something we’re both dreaming of What seems like an interlude now Could be the beginning of love