By Marcus on 1. Dezember 2011 — 1 min read

Ich hatte Freunde, die die Tricks kannten, sagt E. als wir über den H.-Platz laufen. Auf der W.-Straße klopfen wir an einer Tür, ein so genannter Co-Working-Space soll hier bald aufmachen. Es ist dunkel und alle Rollläden sind unten. Trotzdem öffnet jemand die Tür die man bald rund um die Uhr mit einem Zahlencode öffnen können soll –  von innen. Es ist K.P. – Sie ist allein da, in diesen unfertigen Räumen, ihr Macbook macht Musik, offenbar arbeitet sie, lässt uns rein, zeigt uns die Räume, das Licht, das man mit einer Fernbedienung reguliert, den asymmetrischen Raum mit der Korktapete, der keine Fenster hat und einen Stapel mit violettfarbenen Schraubgläsern auf die wir uns keinen Reim machen können. K.P. kennt uns beide nicht. Offenbar stört sie das aber nicht im geringsten.

Später dann in einem dieser entkernten Cafes die keinen Namen haben. Hausnummer 44. Wahrscheinlich würde man die Leute hier genau so zusammencasten. Das würde dann unglaubwürdig wirken. Spricht ja keiner deutsch. Der Tempranillo ist teuer. Draussen im Dunkel hält ein Krankenwagen. Minutenlang wirbelt das blaue Licht alles durcheinander. 

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