By Marcus on 20. April 2011 — 1 min read

Ich hätte in dem Demo-Video auch eine echte Stimme genommen, denn die Maschinenstimme des mostly-automated multi-media content creation systems klingt nach einer freundlich retro-futuristischen Frontalunterrichtsvision aus dem Jahr 1953. Wer sich dann einmal “The Apple App Store is an Apple App for app download on Apple´s app capable devices offered by Apple” hat vorlesen lassen, hat die Nase eigentlich auch erstmal voll von Qwiki.

Trotzdem ist das natürlich alles gut, denn das Thema Automatisierung wird natürlich groß und größer und immer größer. Egal ob Sportberichterstattung oder von mir aus das automatisch generierte Radionachrichtenverlesen. Die information experience dabei wird hoffentlich schön und immer schöner werden. Und meiner Ansicht nach einen wachsenden, sich verändernden und mehr ins Zentrum rückenden Bereich des Arbeitsprozesses einnehmen. Weil die Informationen ja bereits da sind. Im Überfluss. Automatisch werden sie aggregiert, dann von feiner Menschenhand sortiert und kuratiert und dann werden sie in eine neue schöne Form gegossen werden.

Mundgerecht und appetitlich, leicht, gesund und schnell zu konsumieren. Vielleicht ist dieser ganze Ernährungsbereich ein ganz gutes Metaphern-Arsenal. Weil man essen muss, aber auf die unterschiedlichsten Arten, zu den unterschiedlichsten Zeiten, an den unterschiedlichsten Orten, in den unterschiedlichsten Situationen kann und will. Mal so. Mal so. Allein. Mit Freunden. Ausführlich. Oder schnell. Mal einen rohen Apfel. Oder mal ein Menü – mit kleingeschnittenen Äpfeln, geschält und drapiert und mit noch viel mehr natürlich. Qwiki wäre dann erstmal nur noch eine Art Kantinenessen aus dem Automaten. Günstig, gerade noch so okay, aber nicht wirklich toll. Wer dieses Metaphernangebot bis ins Unermessliche ausweiten möchte, ist herzlich dazu eingeladen.

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