Human Robot / Todd

By Marcus on 29. Januar 2014 — 2 mins read

Also. Ich habe Douglas Coupland in der kanadischen Botschaft verpasst. Offenbar hat nur der Tagesspiegel darüber berichtet. Leider ist der Artikel ein bisschen dünn und die Überschrift – mit Verlaub – dümmlich.

Leider ist die letzte Kolumne von Douglas Coupland in der FT: The aliens within auch ein bisschen schwierig. Ich fasse hier mal kurz zusammen. Also. Douglas Coupland ist offenbar vollkommen entgangen dass es so was wie Minecraft gibt. Nicht so schlimm. Denn jetzt kommt ein geiler Kunstgriff. Macht nämlich nix. Coupland hat Minecraft nämlich erfunden. Also. Nicht direkt. Aber irgendwo schon. Nun ja.

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Die Idee von Todd, die ich dem Tagesspiegel-Artikel entnehme, ist aber – nun – zumindest nett: Irgendwann macht Todd Kopien von sich und kann Gespräche mit ihnen führen… Todd wird uns darauf verlassen, um sich mit anderen digitalen Persönlichkeiten zu verbinden und zu einem höheren Wesen zu transzendieren.

Irgendwann Anfang der 80er stand ich mal im Hobbykeller des Vaters eines Freundes der zwei Personalcomputer (zwei Generationen) gegeneinander Schach spielen ließ. Das Errechnen eines jedes Zugs dauerte ungefähr 24 Stunden. Der Vater des Freundes kam jeden Tag nach der Arbeit nach Hause, stieg die Kellertreppe hinab, machte das Licht an und schaute mal kurz nach, was der eine oder der andere Computer in der Nacht und am Tag so ausgerechnet hatte. Er sah den beiden Rechnern beim emotionslosen Mit- und Gegeneinander Arbeiten zu.

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In der schwedischen Serie Real Humans die im Moment auf dem iPad herumliegt, sitzen zwei menschenähnliche Roboter mit zwei Menschenfrauen an einem Esszimmertisch. Sie spielen Karten. Später dann ziehen die beiden Roboter Stecker aus der Achsel und stöpseln sich selbstständig ein. Goodnight.

Bonusvideo damit sich der Kreis schließt. Douglas Coupland hatte ja dieses Haus in der Nähe von Vancouver. Vielleicht hat er es immer noch. Marc Fischer hat ihn da mal besucht. Eine Reportage in einer alten Ausgabe des Magazins Tempo. Sigh. Aus Vancouver kommt auch das Unternehmen, das angeblich the best outdoor apparel brand around ist. Auf der schönen Seite von 032c einen Artikel mit diesem Video gefunden und dazu diesen Absatz:

The company’s promotional video about the line borrows from the high camp of military propaganda. With grandiose hunter heroism, “Arc’teryx LEAF: From Conception to Realization” seems to parody the indoctrination media of government defence. It is fashion as gospel and performance as dogma—a theatrical portrayal of the best technical apparel around—and it might come across as tongue-in-cheek but it is actually severe and eerie.

Geklärt wäre damit zumindest was Todd (wenn er sich materialisiert) und die Hubots anziehen.

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