H AR D CORE

By Marcus on 29. August 2017 — 1 min read

Die Vergangenheit besteht aus einer enormen Zahl nicht eingetretener Zukünfte.


Steht auf der letzten Seite der aktuellen Ausgabe der Musikzeitschrift Spex, die mit Kelela auf dem Cover, gesagt hat es Anselm Haverkamp auf Seite 86, nie gehört, erst mal googlen, später Seite 86 und drumherum lesen.

In ungewohnt sommerlicher Hitze zurück im Regionalexpress nach Opladen, um das Vorwort in dem hässlichen und nun auch 14 Jahre alten Buch „Digital Art“ von Christiane Paul zu lesen. Erst mal googlen, nein, nicht die Schauspielerin.

 

1945 veröffentlichte die Zeitschrift Atlantic Monthly den Artikel „As We May Think“ des Armeewissenschaftlers Vannevar Bush. Er entwirft darin das Konzept der universalen Wissensmaschine Memex, ein Gerät, besser ein Schreibtisch mit durchscheinenden Bildschirmen, der den Benutzern ermöglichen sollte, Dokumente zu durchstöbern und sich ihren eigenen Pfad durch ganze Sammlungen von Dokumenten zu bahnen. Analog. Bücher, Zeitschriften, Bilder – in Form von Mikrofilmen.

Angeblich schmuggeln Kubaner ja per mobiler Festplatte jeweils aktuelle Momentaufnahmen des Internets, zumindest ein Terabyte davon – afrokubanische Hip-Hop-Tracks, PDFs von Zeitungen und Magazinen, aktuelle Sportergebnisse, allerlei Computerspiele und Wikipedia-Seiten – einmal wöchentlich ins Land. Eine Woche lang kann man die Weiten des Webs, geschrumpft auf handliches Format, durchmessen. Dann kommt das nächste Update per USB-Kabel.

Momentaufnahme heute, 29.08.2017:

Natasha Lomas (@riptari) schreibt vor drei Tagen bei Techcrunch „The VR cycle is dead“ und AR sei wichtiger. Mac DeMarco veröffentlicht ein verrücktes VR Video. Google veröffentlicht ARCore, um Apples ARKit etwas entgegenzustellen, eine abgespeckte und dafür deutlich besser skalierbare technische Lösung im Vergleich zum bisherigen Ansatz namens Tango. Ein Startup das ein einfaches Tool zur Anfertigung von AR-Apps bauen will, sammelt Geld ein. Immer noch wird das Video herumgereicht in dem man eine digitale Speisekarte mit augmentierter Speisennachbildung sehen kann.

Statt dem aktuellen Getöse AR versus VR anheimzufallen, hier noch mal der friendly reminder: Beide Technologien sind Teil der gleichen Entwicklung. Egal ob man die nun als vierte Transformation ( 1) Typing 2) Clicking 3) Touching 4) Interacting.) oder als Spatial Computing oder anders fassen mag.

Heute die Insta360 One bestellt. Eine 360-Kamera. Vor knapp zehn Jahren die so genannte Flip Kamera bestellt. Hier noch mal die Instructions.