GFOTY

By Marcus on 7. Februar 2015 — 1 min read

Ich hoffe Carles hat Hipster Runoff verkauft, um ohne den ad acta gelegten Begriff und ohne die ganze Aufarbeitung des letzten Jahrzehnts einfach weiterzumachen. Das wäre schön. Denn sonst wäre mir die Auseinandersetzung mit dem Label / Collective PC Music entgangen. Hastig den Wikipedia-Eintrag über PC Music gescannt. Und in Dauerschleife Beautiful gehört. PC Music’s aesthetic combines elements of cuteness, camp, and kawaii. Was für eine Kombination. Hyper-real pop music. Und sicher mehr als der despektierliche Begriff des post-ringtone vermuten lässt.

Damit wird der von Carles Community geprägte und gehypte Begriff der Auth(enticity) in seiner doch sehr eindimensionalen Qualität abgelegt und überwunden. Das wäre zumindest eine Lesart. In a piece for Vice, Ryan Bassil suggested that PC Music’s style allows for a more candid expression of emotions (*). Oder auch: Some artists say they do their own make-up or their own choreography or their own songwriting, but she does her own retouching. She is the final point 
of it going to press (*). Dabei heraus kommt eine Steilvorlage für neue futuristische Entwürfe die sich vielleicht langsam aber sicher von den Begrenzungen des bewusst erlebten 20. Jahrhunderts lösen und einen Weg ebnen in eine – nun ja was eigentlich – multidimensionale Erlebniswelt jenseits von Körpern und Konventionen. Kein neues Ziel, aber unterlegt mit einem neuen Soundtrack. Die jungen Leute flippen darauf offenbar aus. Take me back to Sonntagnachmittagsdisco.