Games as an industry

By Marcus on 15. August 2014 — 1 min read

Kurz vor so einer Panelveranstaltung bei der Gamescom. Rumstehen und warten. Ein Mitglied des Bundestags spielt an seiner neongelben Smartwatch rum und fotografiert einen Seriengründer. Dieser Seriengründer sagt kurz danach einen interessanten Satz. Er handelt von seinen Produkten und von den Nutzerinnen und Nutzern seiner Produkte. Der Satz ist nicht sonderlich freundlich. Und auch nicht öffentlich. Passt aber.

Zu finanzoptimierten, VC-gepimpten und exitfixierten Äußerungen die ich von Branchenvertretern, Publishern und Leuten in der Business Lounge aufschnappe. Klappern gehört zum Handwerk, ein bisschen Selbstgeilheit und gestärkte Hemden mit breiten Kragen und dazu ein spitzer Schuh. Soweit. So bekannt. Games as an industry. Schneller, höher, weiter. Rauf und runter. Immer wieder. Auf und nieder. Und jetzt lieber woanders hin.

Play is not an alien thing to these people, but the video game industry sure is.

Steht so wie alle gefetteten Zitate in einem brillianten Artikel von David Hayward (@nachimir) den ich in der Nullnummer von Independence Amazing entdeckt habe. Hoffe dass es den bald auch online gibt. Er handelt von der Positionierung jenseits des akzelerierten Superkapitalismus. Da wo sich Menschen im Kleinen Mühe geben hochwertige Produkte mit Zeit und Liebe zu produzieren, die sich nicht 450 Millionen mal verkaufen, aber nachhaltig Eindruck hinterlassen. Zielsetzung: Mobiler Kindergameklassiker. So was wie die Raupe Nimmersatt vor 20, 30 oder 40 Jahren. Erfahrungen mit denen ab jetzt Generationen von Kindern aufwachsen.

I met people who asked the creators this one stupid question: What´s your business model?

In Reinausprägung ist der Entwurf des Superkapitalisten schwer erträglich. Die Klischeeübererfüllung auf der diametral gegenüberliegenden Seite gefällt mir by the way auch nicht sehr viel besser. Dazwischen ist aber Platz. Und zwar unglaublich viel. Diese Erkenntnis ist nicht brandneu. Aber immer wieder schön.

A medium is not defined solely by the industry that grows around it

Ich werde ganz bestimmt nicht in Serious Games investieren, sagt der Seriengründer nach dem Panel, grinst, schüttelt die Hand und haut ab. Macht nichts. Muss auch nicht. Wir kommen sowieso nicht zusammen. Wir sind auf einer Veranstaltung aber auf zwei Planeten. Uns geht es um Wertschätzung von Nutzerinnen und Nutzern, um nachhaltige Produkte. Damit wollen und müssen wir Geld verdienen. Aber wir versuchen es mal anders.

That´s how they built their audience over the past twenty years and they call it the real mainstream

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