Drones & Disney

By Marcus on 30. August 2014 — 1 min read

Gestern morgen in einem Balzac Cafe in unmittelbarer Nähe des Berliner Doms sah ich auf einer ausliegenden Berliner Zeitung einen Artikel über Googles geplanten Einsatz von Drohnen. Ich las das nicht richtig, steckte die Zeitung ein, nahm sie dann später mit zum Mittagessen und merkte erst dann, dass da Google und nicht Amazon stand. Auch dem Vorletzten dürfte jetzt klar sein, dass das Thema sehr sehr groß werden wird, wenn sich Google und Amazon da mit Verve reinwerfen.

Bemannte und unbemannte Luftfahrgeräte

Es sind einzelne Sätze wie der gleich Folgende aus einem unveröffentlichten Bericht des deutschen Bundesverkehrsministerium – der der Tageszeitung taz vorliegt -, die drastische Veränderungen ankündigen: „Angesichts der in den letzten Jahren erfolgten weitreichenden technischen Entwicklung erscheint es in naher Zukunft nicht mehr ausgeschlossen, dass bemannte und unbemannte Luftfahrtgeräte gleichberechtigt am Luftverkehr teilnehmen.“ – Das steht so in meiner Masterarbeit Game of Drones. Stand 2012.

„Das langfristige Ziel ist es, nahezu jeder Person nahezu alles innerhalb von ein bis zwei Minuten bringen zu können“, sagte Forschungschef Teller der „Berliner Zeitung“ via hier. Stand 2014. Dieser Artikel kommt zwei Tage nach dem ich länger mit einer netten Frau von der dpa über Drohnen telefoniert habe, sie sitzt gerade an einem Artikel über Drohnenjournalismus.

Wobei immer klarer wird, dass der gesamte Bereich erst von wirtschaftlichen Unternehmen überrollt werden wird, bevor auch nur ein Medienunternehmen flächendeckend aktiv wird. Vermutlich mit dem Verweis auf rechtliche Regelungen. Wobei auch da die Lobbyarbeit aus der Wirtschaft kommt. Weil es um Geld geht.

Bald werden uns überall Drohnen begegnen. Und wir werden vielleicht kurz innehalten und uns wundern. Und an eine Zeit zurück denken, in der über uns Kondensstreifen, am Wochenende ein Militärjet aus Übungszwecken und sonst relativ wenig zu sehen war, außer Luft und Wolken und ein paar Himmelskörpern.

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Ist das gut oder ist das schlecht? Keine Ahnung. Ist das gut, dass man sich am Wochenende durch ein verwobenes Referenzsystem aus Musikvideos, Fernsehautritten und Interviews einer bestimmten Zeit an bestimmten Orten duchklickt? Keine Ahnung. Nächster Halt Holodeck. Und eine grobe gewebte Decke und sehr viel Gin.

Schöner Hinweis noch auf James Watt von Markus Schwarze: James Watt, der vor 89.270 Tagen das Patent für eine „mit Dampfkraft betriebene Maschine“ erhielt. Die Nachfolger dieser Maschinen sind noch heute unterwegs. Unter anderem eben auch – in Disney Themeparks.

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