Dreams are my reality

By Marcus on 23. Juni 2015 — 1 min read

Auf dem rückblickend etwas groben blauen Bildschirm des C64 tippten wir machmal zwei Codezeilen ein. Eine Endlosschlaufe die entweder endlos Text ausgab oder irgendwas mit farbigen Klötzen machte. Computerart für Anfänger. Fühlte sich manchmal so an, als ob der Computer irgendwas „alleine“ machen würde.

Gefühlte hundert Jahre später basteln die Menschen bei Google mit Ihrer mächtig angefütterten Bilderkennungssoftware und lassen sie herumrechnen / rumspielen. The “dreams” of Google’s AI are equal parts amazing and disturbing.

Was da rauskommt ist wie vieles Maschinengeneriertes ein bisschen schräg, ein bisschen gruselig und ein bisschen albern. Lässt sich aber eine klare Linie ziehen. Näherte man sich im 20. Jahrhundert an die Automatisierung an, in dem man als Kunstschaffender Aufgaben von Maschinen nachahmte (ein Leben lang fortschreitend kleine Zahlen auf Papier malen oder nach Art eines Algorithmus Formen, Strukturen, Abfolgen visualisieren), lagert man jetzt Teile der Arbeit oder gleich alles aus. Vgl. TCF.

Fragt sich wer auf lange Sicht interessante Produkte (Gedichte, Games, etc.) erstellt. Und wann eine wie auch immer eigenständige kreative Leistung aus dem Feedback Loop herauspurzelt. Wer ist der Urheber. Wer ist verantwortlich. Und wer macht das hier eigentlich alles. Thx David für den Link!

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