By Marcus on 9. April 2012 — 1 min read

Do you happen to be reading any books or novels at past (*) – Ähm, ja. Regnet ja draussen. Ostermontag. Kein Wind wehte, keine Welle ging. Wie eine Panzerplatte dehnte sich das Meer bis zum Horizont. Wolfgang Herrndorf springt mit einer filmischen Exposition mitten in seinen Roman der einfach nur Sand heißt. Ein langsamer Schwenk, ein starkes Bild, zwei Hände voll Metaphern und Wörter wie Tamarisken, Suq und Pylonen.

Es war der Morgen des 23. August 1972. Ganz offensichtlich hat Herrndorf sehr große Lust auf diese Geschichte. Und er hat Jörg Fauser gelesen. Bestimmt. Und er springt, bastelt in wenigen Absätzen absonderliche Szenerien und dabei bin ich erst auf Seite 206 in einer Badewanne mit nachlaufendem heißen Wasser. Dann doch kurz wieder Arbeit und Struktur angeschaut. Wie er Kracht auseinandernimmt. Sehr gut. Macht ja sonst niemand. So. Wenig hat mich so geprägt wie Faserland vor fünfzehn Jahren.

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