Datenbrille

By Marcus on 24. August 2013 — 1 min read

„Wer mich mit diesem Ding anfunzelt wird schnell merken, dass meine Faust und seine Fresse eher der realen Reality angehören, als der augmented.“ Das ist ein Zitat aus einem Nutzerkommentar unter einem Artikel bei Zeit Online zum Thema Datenbrillen, der bedauerlicherweise ein prächtiges Beispiel für das Niveau in deutschen Nutzerkommentararealen darstellt. Das ist bitter. Vor allem wenn man gerade vom Atlantic kommt. Da wo der Artikel die Rampe darstellt, um danach eine smarte, informierte, meist höfliche Debatte zu führen, die alle Beteiligten unterhält und schlauer macht.

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In den letzten Tagen konnte man irgendwo lesen, dass irgendein Venture Capitalist gesagt habe, dass Google Glass eine Chance von rund 0 Prozent habe, um den Mainstream „zu durchdringen“. Natürlich ist es immer gut sich mit starken Statements zu positionieren (- trotzdem finde ich den Tweet, Post, Whatever gerade nicht wieder). Dass Datenbrillen in welcher konkreten Ausprägung auch immer aber zu unserem Alltag dazugehören werden, ist meiner Ansicht nach aber unstrittig. Zumindest bis die Entwicklung im Bereich der Kontaktlinsen weiter ist.

Ob jetzt Otto-Normalnutzer bald mit einer Googlebrille über den Jahrmarkt läuft? Erstmal vollkommen egal. Anwendung finden werden Brillen wie Meta in der Industrie oder im Krankenhaus oder im Flugzeug oder beim Militär. Und ganz selbstverständlich werden sie flächendeckende Verbreitung finden. Weil die Anwendungen nützlich, bequem, informativ und toll sein werden. Neben reiner Technikbegeisterung können wir gerne über die Kehrseiten diskutieren. Komisch nur, dass sich die Debatten bei der Einführung neuer Technologien immer und immer wieder im Kreis zu drehen scheinen. Vermutlich unnötig hier auf die Debatte über den Sinn und Zweck und Nutzen von Mobiltelefonen zu erinnern.

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