Cutesification

By Marcus on 26. November 2013 — 1 min read

2002 saß ich in Cambridge, UK in einem Seminar zum Thema Subculture. Der junge sehr britische und smarte Dozent der später an einer der ersten wissenschaftlichen Konferenzen zum Thema „The Smiths“ beteiligt war – sehr toller Titel „Why pamper life´s complexities“ – hatte Docs an und redete auf die jungen Studierenden ein.

Ihr denkt also dass Eminem total böse ist und sich mit der Industrie anlegt und dass er so unglaublich frei und wild ist? Nun, das ist der Grund warum er so viele Platten verkauft. Und das ist der Grund warum die Berater der Plattenfirma ihm dieses Image verpassen und damit spielen. Das ist Kapitalismus Freunde. Und Ihr fallt darauf rein wie Schafe und kommt Euch dabei rebellisch vor.

Hut ab. But now it´s ten years on. Und wir reden über Katzen und Kanye und Kim und Miley und neben der Wucht mit der der Unterhaltungsindustriekomplex das Netz versteht, annimmt und überflutet – die mich immer noch überrascht auch wenn sie einen natürlich nicht überraschen müsste oder sollte – , gibt es natürlich auch jetzt Dozenten die im Seminarraum Twitter kurz darauf hinweisen.

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Danke dafür.

Und jetzt bitte The cutesification of everything makes me want to strangle an elf lesen.

„The conversation consisted of several brands gamely trying to out-LOL each other in a number of infuriatingly zany ways. First Yorkshire Tea asked Tesco Mobile if it wanted a cup of tea. Then Jaffa Cakes got all „Hey, what about Jaffa Cakes, guys?“ And then a packet of crisps waded in and suggested that Tesco Mobile should kiss Jaffa Cakes on the lips or something. I didn’t – I couldn’t – finish the post, but presumably it ended with a large petrochemical multinational putting a baseball cap on backwards and rapping the theme tune to The Fresh Prince of Bel Air.“

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