Beautiful Visualization

By Marcus on 6. Juli 2010 — 1 min read

Es ist stockfinster, es ist Nacht, hinten ist das Meer, ein leichter Wind und die Gesichter leuchten. Auf der Terrasse sitzen diverse iPhones, zwei iPads, ein Android, ein Macbook und ein paar Notebooks. Das ist kein Nerdtreffen. Das ist ein Touristenhotel in Italien. Es gibt W-Lan. Und es gibt Fußball auf einer Leinwand. Hintergrundrauschen. Man kann jetzt semiberufliche E-Mails lesen, Filme runterladen oder Irgendwas bei Facebook machen. Finde das allerdings immer noch komisch, wenn man am Strand, im Wasser oder auf einer Terrasse beim Nudelessen telefoniert.

Lese gerade in dem 375 seitigen Mammutband Beautiful Visualization von O’ Reilly herum. Sehr klar, sehr anschaulich und sehr konkret. Zumindest die beiden Anfangskapitel. Das Ganze beginnt grundsätzlich. Was ist Schönheit? Okay, ein ästhetisches Urteil. Aber hier im Kontext reicht das nicht, ist nur eine von vier Komponenten – novel, informative & effective.

Schöne Herleitung anhand des Elemente-Periodensystems und der Londoner U-Bahnkarte. Gleichzeitige Erklärung warum diese neumodischen an die Londoner U-Bahnkarte angelehnten Infographiken meilenweit am Ziel vorbeischießen, nicht funktionieren und nur schwächliche Imitationen sind.

Auch sehr gut. Die Notwendigkeit des Storytellings beim Konzipieren und Erstellen einer Infographik. Welche Geschichte erzählt eine Karte. Welche Frage beantwortet eine Farbe. Dann ein Schritt für Schritt Tutorial zum Selbermachen. Leider eignet sich das iPad trotz beharrlich anderslautender Propaganda nicht mal im Ansatz zum produktiven Einsatz.

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