Bahnhof Zoo

By Marcus on 30. April 2015 — 1 min read

Vier Tage in Folge am Bahnhof Zoo aussteigen, hinten raus, die Jebenstraße hoch und am Glaskastenempfang der Evangelischen Journalistenschule anmelden. Heute ist die Tür sperrangelweit auf, Desinfektionsmittel rasch in die Ecken gespritzt, ein Orangenbäumchen mit reingestellt und der Militärbischof und sein Kompagnon stopfen die gebügelten Hemd noch etwas tiefer in die Hose, die Verteidigungsministerium kommt zu Besuch und der Wachmann verlässt den Wachposten und das schwarze Auto steht vor der Tür und wartet. Über allem leuchtet der Mercedes-Stern des Europacenters, das ich an Tag zwei mit angemessenem Schritte auf den Spuren der Christiane F. Verfilmung von Bernd Eichinger durchwandere, keine Ahnung wo genau der lange Gang ist auf dem Detlef, Christiane und die anderen wie junge Hunde herumtollend, stolpern, fallen, wiederaufstehen und mit klackernden Absätzen losrasen. Unten der Waffenladen, der Laden mit den goldenen Glamourlettern, eine Phantasialand-Pizzeria, ein Irish Pub und der Esprit längst vergangener Zeiten. Später im KdW das Luxussortiment für Kinder begutachten, einen Kaffeemaschinenschlauch für fast 16 EUR erstehen und im Gestalten Laden oben im Bikini Berlin auf einem angenehmen Sessel für 2700 EUR kurz ausruhen. Gegenüber am Affenfelsen business as usual. Debiler Kreisverkehr, rechtsrum. Nichts neues im Westen. In der U12 auf dem iPhone: Jamie XX und Squarepusher.