AR

By Marcus on 19. April 2017 — 3 mins read

Snapchat präsentiert die New World Lenses, Facebook positioniert sich für den herannahenden AR Platform War. Und wir drehen am Rad.

Wenn man mit einem Cutter im Schnitt sitzt, dann hat er oder sie so ein Drehrädchen. Es macht sehr viel Spaß dabei zuzusehen, wie hier jemand mit absonderlicher Fingerfertigkeit im Rohmaterial herumfuhrwerkt, um kilometerweit nach vorne oder hinten zu fahren, um bei Bedarf adhoc am richtigen Zeitpunkt zu stoppen, um dann behände und sehr sehr langsam immer und immer wieder über die richtige Stelle zu fahren, um den perfekten Schnittpunkt zu finden. Zudem kann man in Bilder rein- und rauszoomen und genau diese beiden Bewegungen – in der Zeit nach vorn und zurück und von der Supertotalen ins Detail – genau die braucht man derzeit, um den sich beschleunigenden Paradigmenwechsel in der Computertechnologie zu erfassen.

Denn hier passiert gerade alles vor unseren Augen, wir müssen nur die Tweets lesen, die Artikel scannen, die Keynotes anschauen und uns dann noch einen Reim darauf machen.

Snapchat hat gestern die so genannten New World Lenses gestartet: The new feature allows users to add interactive 3D objects or texts onto the background of photos and videos, they shoot with their smartphone. Hier ein Video. Augmented Reality! Damit unterstreicht Snapchat seine imposante Product Innovation Timeline.

Facebook – das Snapchats augmented Kamerastrategie Stück für Stück kopiert – hat gestern seine Augmented Camera Platform gestartet (Beta). Die Öffnung für externe Entwickler kann man natürlich ohne weiteres als direkten Angriff auf Snapchat sehen. Denn egal wie imposant die Product Innovation Timeline ist, gegen eine Armee von freien Entwicklern, die sich an den Tools der Camera Effects Platform / AR Studio bedienen, kann man mittelfristig vermutlich schwer etwas ausrichten. Die Key Features regen auf jeden Fall schon mal die Phantasie an. Alles aber erst mal 2D, oder?

  • Face Tracker is a real-time computer vision algorithm that tracks the face and allows the creator to make masks that fit and respond to facial movements without writing a line of code.
  • Sensor data is used to allow developers to create effects where people can move their phone to pan around a virtual world.
  • Scripting APIs allow developers to access and download data, respond to user interactions, and modify the effect in real time.

Facebook made a strategic decision to be the first tech giant to launch an AR platform when the hardware and technology is still in its nascent stage, steht hier. Vielleicht kann Apple davon profitieren. So oder so scheinen wir auf den AR Platform War zuzusteuern (*):

Creative Strategies’ Bajarin believes that Facebook and Google are more capable than Apple at delivering cloud-based augmented reality content from the cloud, which could be a big advantage. He also believes Facebook and Google have the edge in the machine learning needed to help identify objects and people in the real world, a key function in AR apps. And let’s not forget Microsoft, which arguably has more experience in the space than anyone, after having developed the first major AR headset with the HoloLens.

Was vor einigen Monaten noch sehr sehr zukunftsträchtig klang, wird langsam immer deutlicher und konkreter.VR vs. AR is an obsolete argument. Zeit mit dem Drehrad mal kurz in die Zukunft zu fahren:

1) Smartphone-based AR tech will be a commodity built into the OS just like mapping
2) The post-smartphone world – In the medium term, all of these various experimental and first-stage technologies will start to congeal into something familiar but bizarre
3) So what happens if everyone is wearing AR glasses?
4
Facebook Is Working on a Brain Interface

Und mit dem Drehrad noch mal kurz zurück.

2009 Noch nie was von gehört
2010 Alles über Augmented Reality fürs digitale Publizieren
2012 Face Substitution
2015 RideOn