ANOHNI

By Marcus on 14. Dezember 2015 — 1 min read

Darf man das? Bringt das was? Ist das vermessen? Was soll das? Ist das die Stimme des neuen Jahrhunderts? Antony!

Ich hab mir Kopfhörer geschnappt die hier im Büro rumlagen. Und vielleicht lag es auch an denen. Denn direkt danach kletterte Antony Hegarty aka Anohni das erste mal seit Jahren wieder in meinen Kopf, zwängte sich durch Kanäle, Verästelungen und Verzweigungen bevor sie in der kathedralenartigen leeren Halle meines Kopfes ankam, tief Luft holte und began ein Lied zu singen.

4 Degrees ist ein Protestsong, schreibt der Guardian. Und das muss man natürlich auch erst mal bringen. Einen Protestsong –  with climate conscious lyrics. Ein Protestlied erfüllt primär eine politische, aufklärende Funktion und hat daher tendenziell einen auffordernden Charakter. Es entsteht vor dem Hintergrund zu agitieren, mobilisieren, solidarisieren und sich reflektierend mit sozialen und politischen Konflikten auseinanderzusetzen.

Why is it hard to get involved, why is it hard to feel involved, why is it hard to stand up? It’s challenging. We’re all facing this challenge right now, how do we participate? fragt Anohni bei Noisey.

Keine Ahnung. Ich bin der, der in der Zeitung Artikel liest „Wie es wirklich ist, Flüchtlingen zu helfen“ oder das Abdriften des Zentrums für Politische Schönheit ins sektenhaft-aktionistisch Obskure beobachtet und es dann dabei belässt.

Hopelessness. Kommt 2016. Auf Warp. An der Produktion waren Hudson Mohawke und Oneohtrix Point Never (Garden of Delete) beteiligt.