By Marcus on 30. Juli 2011 — 1 min read

1952 gründete Heinz Nixdorf mit 27 Jahren als mittelloser Physikstudent aus wirtschaftlich einfachen Verhältnissen seine erste Computerfirma, die er später als Inhaber der Nixdorf AG zu einem internationalen und weltweit tätigen Elektronikkonzern mit knapp vier Milliarden D-Mark Umsatz führte. Er stirbt 1986 auf der Computermesse CeBIT in Hannover an einem Herzinfarkt. Was bei Wikipedia nicht steht. Er tanzt da gerade wild mit einer Auszubildenden. Auf Fotos sieht er oft aus wie eine verbeamtete deutsche Version von Mister Burns.

Das HNF ist nach Eigenangaben das größte Computermuseum der Welt. Konzipiert und errichtet wurde es von 1992 bis 1996. So fühlt es sich auch an. Macht nichts. Aber wie um alles in der Welt hält man ein Museum zu dieser Thematik frisch, zeitgemäß und am Leben? Mit einer Seite bei Facebook? Diese ganzen futuristischen 90er-Jahre Ideen am Ende des zweiten Stockwerks machen einen fertig, wirken hilflos, wackelig und albern gegen Druckmaschine, Rechenmaschine und Bandmaschine.  

Diebische Freude beim Benutzen eines Festnetztelefons. Die viel zu kleinen Öffnungen der Wählscheibe. Die gefühlt endlose Dauer beim sich automatischen Zurückdrehen der Scheibe. Das geballte Arsenal an Geräuschen eines klassischen Telefons. Die Härte des Hörers aus Hartplastik. Das Wort Ohrmuschel. Auflegen. 

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